Google Street View: Widerspruch jederzeit möglich! PDF Drucken E-Mail

Das Unternehmen Google hat in den vergangenen Jahren Fotos von Straßen , Plätzen und Häusern in Deutschland aufgenommen. Dies betrifft nicht etwa nur die größeren Städte, sondern auch kleine Gemeinden. Auch in den Gemeinden Rheinhessens wurden flächendeckend Aufnahmen gemacht. Wer nicht möchte, dass Fotos von seinem Haus oder seinem Grundstück im Internet für  alle sichtbar sind, kann deren Veröffentlichung widersprechen. Eine Mitte Oktober ablaufende Widerspruchsfrist bezieht sich auf die Löschung der Bilder vor ihrer Veröffentlichung. Natürlich können auch nach dem Start von Google Street View in Deutschland weiterhin Häuser auf Antrag unkenntlich gemacht werden. Dies kann über den Button „Probleme melden“ und durch Markieren des entsprechenden Grundstücks bei Google Street View geschehen.

Folgende Widerspruchsmöglichkeiten gibt es:

1)    Jederzeit und vor dem Start des Internetangebotes, und somit vor der Veröffentlichung der Bilder, können Sie formlos unter Mitteilung der betroffenen Liegenschaft einer Veröffentlichung widersprechen; einen Musterwiderspruch finden Sie z.B. hier auf den Seiten des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: http://www.bmelv.de


2)    Google hat angekündigt, zwischen dem 16.8. und dem 15.10.2010 eine Vorab-Widerspruchsmöglichkeit gegen eine Veröffentlichung auf der Seite von Google Street View anzubieten.


3)    Nach dem Start von Google Street View im Laufe des Jahres 2010 können Sie laut Auskunft von Google jedes Bild direkt auf der Seite von Google Street View markieren, dem Unternehmen melden und erläutern, inwieweit Sie Ihre Persönlichkeitsrechte durch das konkrete Bild verletzt sehen.

 

4) Hier informiert der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit über die Vorab-Widerspruchsfrist:

http://www.hamburg.de/contentblob/2453512/data/vorab-widerspruch-google-street-view.pdf


Widerspruchsberechtigt sind alle Eigentümer, aber auch Mieter von fotografierten, privaten Wohngebäuden. Google versucht bereits vor Veröffentlichung der Bilder alle fotografierten Gesichter und Kfz-Kennzeichen unkenntlich zu machen. Verstöße bzw. Fehler können und sollten dem Unternehmen gemeldet werden, verbunden mit der Aufforderung diese unkenntlich zu machen.